Schriftsteller

Ramon Llull beim Schreiben. Breviculum, IV. Thomas le Myésier, 1325. http://lullianarts.net/

Obwohl er als erster Weltschriftsteller der katalanischen Sprache und Schöpfer des literarischen Katalanisch gilt, verstand er die Literatur in katalanischer Sprache nicht als ein Ende in sich selbst, sondern als Mittel, um das Laien - und Stadtpublikum zu erreichen, die kein Latein verstanden. Jedoch erreichte er zum ersten Mal, beim Schreiben in seiner Sprache, diese für alle Möglichkeiten des wissenschaftlichen Denkens und der philosophischen und theologischen Spekulation zu öffnen.  Sein Katalanisch war eines mit provenzalischem Akzent, der wahrscheinlich ein Erbe der jugendlichen Liebesgedichte war, die er in dieser Sprache schrieb. Llull war ein herausragender Essayist und Autor und als Poet nutzte er die lyrischen Minnetechniken zum popularisierendem Zweck.

Als er schrieb nutzte er nicht nur Buchstaben, sondern er wandte auch Symbole, Tabellen, geometrische Figuren und verschiedenste Illustrationen an und war schlussendlich auf eine Art und Weise Grafikdesigner seiner eigenen Werke. Ebenfalls erschaffte er verschiedene Neologismen und er war außerordentlich produktiv: Ihm werden 265 Werke zugeschrieben, die er in Katalanisch, Latein und Arabisch schrieb.

 

Zitate von Ramon Llull

 
„Da was Du weiβt weniger ist als das was Du nicht weiβt, sprich nicht zu viel“
 

Nachrichten über Ramon Llull

 
Ramon Llull wurde als Vorreiter des kombinatorischen Denkens angesehen, welches heute die Basis der modernen Informatik darstellt.
 

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